Verschärfter
Klimaschutz
Motion,
Ursula Wyss SP
Text
des Vorstosses: Der Bundesrat wird beauftragt, Massnahmen
zur CO2-Senkung zu ergreifen, welche über das von der Schweiz
im "Kyoto-Protokoll" zugesicherte Reduktionsziel (minus
10% gegenüber 1990) hinausgehen. Diese Massnahmen müssen dazu
beitragen, dass bis zum Jahr 2010 der CO2-Ausstoss der Schweiz
um mindestens 20% reduziert wird.
Begründung:
Mit dem seit 1.1.2001 in Kraft gesetzten CO2-Gesetz soll der
CO2-Ausstoss der Schweiz bis zum Jahr 2010 um 10% reduziert werden.
Die Reduktion soll insbesondere durch freiwillige Massnahmen der
Wirtschaft erreicht werden. Erst wenn dieses Ziel nicht erreicht
wird, soll subsidiär eine CO2-Abgabe eingeführt werden.
Durch
die dramatische Entwicklung der globalen Klimaerwärmung ist das
CO2-Gesetz aber leider schon jetzt überholt. Die neusten Ergebnisse
des UNO-Klimaberichts (IPCC) zeigen, dass die globalen Temperaturen
deutlich schneller ansteigen werden, als bisher angenommen. Die
internationale Klimaforschung lässt auch keinen Zweifel mehr offen
über die Ursachen der Klimaänderung: sie ist vom Mensch selbst
gemacht.
Die
Schweiz darf sich in dieser Situation nicht kleinkrämerisch verhalten,
sondern muss ihre Vorreiterrolle im Umweltschutz bewahren (die
EU beabsichtigt ebenfalls Zusatzmassnahmen, welche über die zugesagten
Reduktionsziele hinaus gehen). Die Schweiz ist aber vor allem
auch als Direktbetroffene der Klimaveränderung (Erosion der
Alpen, Abschmelzen der Gletscher, Überschwemmungen) angehalten, Verantwortung
zu übernehmen und alles daran zu setzen, dass diese Entwicklung
gebremst und längerfristig aufgehalten werden kann.
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