Ursula Wyss in den Ständerat

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24.08.2011
Ι

Eine Politik für die ganze Bevölkerung

Am 23. Oktober sind eidgenössische Wahlen. Wir haben dann tatsächlich die Wahl: Wollen wir weiterhin eine Politik im Interesse von ein paar wenigen, die sich schamlos immer noch mehr nehmen? Oder wollen wir eine Politik für die ganze Bevölkerung?

Die Schweiz ist ein reiches Land. Sie hat ein solides soziales Netz und gute öffentliche Infrastrukturen. Die SP hat viel dazu beigetragen. Wir haben die Schweiz, wie sie heute ist, entscheidend mitgeprägt und vorangebracht. Ohne SP gäbe es keine AHV, keine Mutterschaftsversicherung, keine Gesamtarbeitsverträge, kein Frauenstimmrecht und keine Verkehrsverlagerung. Doch wir geben uns mit dem Erreichten nicht zufrieden.

Unsere Wirtschaft läuft grossmehrheitlich gut, die sind Prognosen positiv. Aber vom wirtschaftlichen Erfolg können nicht alle profitieren.. Es gibt viele Familien, denen Ende Monat kaum Geld im Portemonnaie bleibt. Weil die Krankenkassenprämien und die Mieten steigen, aber der Lohn nicht Schritt hält. Einige wenige hingegen haben viel mehr Geld, als sie je ausgeben könnten.. Ausgerechnet ihnen wird immer noch mehr gegeben – seien es Steuergeschenke oder hohe Boni.

In Bern dominieren die Interessenvertreter von Banken, Krankenkassen und Versicherungen. Doch wer kümmert sich um die Anliegen der «normalen» Leute? Es ist die SP, die sich einsetzt für die Mieterinnen, die Arbeitnehmenden, die Konsumenten. Diese Mehrheit der Bevölkerung hat im Bundeshaus auch eine Lobby: die SP. Sie sucht Lösungen für alle. Sei dies gemeinsam mit der Bevölkerung mittels Initiativen – bpsw. für die Förderung erneuerbarer Energien einen fairen Mindestlohn, eine öffentliche Krankenkasse oder eine Erbschaftssteuerreform zugunsten der AHV. Oder mit hartnäckiger und unabhängiger politischer Arbeit im Parlament – bspw. für attraktiven öffentlichen Verkehr in allen Regionen oder gute Schulen.
 
Die Schweiz kann gerechter, innovativer und fortschrittlicher werden. Wir stehen ein für eine Gesellschaft, in der sich jede und jeder frei entfalten kann. Wo aber auch ein soziales Netz da ist, das trägt, wenn jemand einmal nicht für sich selber schauen kann und auf Hilfe angewiesen ist. Das kann uns nämlich allen passieren. «Die Stärke des Volkes misst sich am Wohl der Schwachen». Das steht nicht einfach so in unserer Bundesverfassung.
 
Helfen Sie mit und schenken Sie uns im Herbst Ihre Stimme.


Ursula Wyss
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