Ursula Wyss in den Ständerat

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05.10.2011
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Der Atomausstieg findet auf unseren Dächern statt

Beitrag von Ursula Wyss in "casanostra" Oktober 2011

Nach Bundes- und Nationalrat hat nun auch der Ständerat den Atomausstieg beschlossen. Swissolar, der Fachverband für Sonnenenergie, meldet gleichzeitig, dass wir mindestens die Hälfte des Atomstroms mit Photovoltaik-Anlagen erzeugen können.

Die Schweiz hat somit ideale Voraussetzungen für eine ökologische Energiewende. Eine solche fordert die SP mit ihrer „Cleantech-Initiative“. Sie verlangt,, dass der gesamte Energieverbrauch der Schweiz bis 2030 zur Hälfte aus erneuerbarer Energie kommt und unsere Stromproduktion bis 2030 vollständig.

Allerdings gelingt uns die Energiewende nur dann nachhaltig, wenn wir auch das gewaltige Sparpotenzial – insbesondere bei Gebäuden – nutzen. Der Energieverbrauch lässt sich mit den richtigen Massnahmen um bis zu einem Drittel reduzieren. Davon kann die Sonne allein fast einen Drittel abdecken. Damit wir das Potential an Erneuerbaren ausschöpfen können, müssen wir die Begrenzung bei der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV), dem wirksamsten Förderinstrument, aufheben. Fast 8‘000 baureife Anlagen stehen heute auf der Warteliste.

Gerade für Sonnenenergie spricht vieles: Die Anlagen sind schnell errichtet, führen kaum zu Beeinträchtigungen, sorgen für regionale Wertschöpfung und benötigen kaum Unterhalt. Und ganz zentral: Sonnenenergie ist unendlich verfügbar. Brennstoffkosten fallen keine an und die Preise sinken. In der Schweiz kostet die Kilowattstunde noch 30 bis 40 Rappen. Damit kommt der Moment näher, an dem Solarstrom für den Eigenverbrauch gleich viel kostet ist wie Strom aus dem Netz (im Durchschnitt 23 bis 25 Rappen).


Ursula Wyss
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