Schwerpunkt Europa & Internationales
Gegen Isolation hilft einzig der Beitritt zur EU
Text von Ursula Wyss auf 20min online, 30.07.2010
„Problematisch, wenn nicht unwahrscheinlich“, das schreibt Avenir
Suisse in ihrer europapolitischen Auslegeordnung zum Bilateralen
Weg. Zu einer analogen Schlussfolgerung kommt der Bundesrat in
seinem Entwurf zum Europabericht, der nächstens diskutiert werden
soll. Endlich gibt es eine Diskussion über die Grenzen des
Bilateralismus. Die SP weist schon seit Jahren auf diese Probleme
hin. Mehr...
Ursula Wyss, Dr.rer.oec.,
Nationalrätin und Fraktionspräsidentin, an der Medienkonferenz
der SP Kanton Bern, 26.11.08
Bei der Abstimmung am 8. Februar 2009 geht um unsere
Zusammenarbeit mit Europa: Es geht um die Weiterführung der
Personenfreizügigkeit (seit 2002) mit den bisherigen Staaten der EU
und um deren Ausweitung auf Bulgarien und Rumänien. Und weil die
Fortführung der Personenfreizügigkeit mit den bisherigen Staaten
zwingend verknüpft ist mit allen Verträgen aus dem Paket Bilaterale
I, geht es letztlich um nicht mehr und nicht weniger als die
bilateralen Verträge als Ganzes.
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Freizügigkeitsabkommen mit
der EU
Ursula Wyss in der Debatte im Nationalrat
vom 28.05.2008
Wir haben vieles gehört über die EU und über unser Verhältnis zur
EU. Jetzt stellt sich uns die alles entscheidende Frage: Was spricht für
- Was spricht gegen die Personenfreizügigkeit? Und damit – mit der
berühmten „Guillotineklausel“ verbunden – die Frage: Was spricht für
den Bilateralismus - Was dagegen?
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Die SVP-Einbürgerungs-Initiative schafft keine restriktive Einbürgerungspolitik, sondern Willkür
Ursula Wyss, Nationalrätin und
Fraktionspräsidentin (SP), Bern, 30.04.2008
Das Bundesgericht hat 2003 Einbürgerungsentscheiden an der Urne
einen Riegel geschoben. Die Entscheide über Einbürgerungen müssen
begründet werden, damit willkürliche und/oder diskriminierende
Beschlüsse verhindert werden können. Auch wir Sozialdemokratinnen
und Sozialdemokraten wollen den Pass mit dem Schweizerkreuz nicht
einfach wahllos verschenken. In einem Rechtsstaat haben aber alle
Anspruch auf ein faires und korrektes Verfahren. Dieses
rechtsstaatliche Minimum will nun die SVP-Initiative aushebeln.
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9 wichtige Gründe für ein JA zur Fortsetzung und Erweiterung der Personenfreizügigkeit
Ursula Wyss, 23.04.2008
- Es gibt keine Personenfreizügigkeit „à la carte“. Und die
Erweiterung der EU auf Bulgarien und Rumänien ist Tatsache.
- Die Erweiterung der Personenfreizügigkeit ist ein
Öffnungsschritt Richtung Europa.
- Ein Ja sichert das gesamte Paket
der Bilateralen I.
- Es profitieren
die Schweizer Arbeitnehmenden, die erleichtert im ganzen EU-Raum
arbeiten können.
- Die Erweiterung der Personenfreizügigkeit
schafft Arbeitsplätze in der Schweiz.
- Der Arbeitnehmerschutz ist dank den
flankierenden Massnahmen gewährt. Die Personenfreizügigkeit gibt’s
nur zu Schweizer Arbeitsbedingungen.
- Die
Übergangsbestimmungen legen bis 2016 Kontingente fest.
- Die Auswertung der ersten Erfahrungen mit der
Personenfreizügigkeit mit den EU-15-Staaten hat ergeben, dass keine
massive zusätzliche Zuwanderung stattfindet.
- Ein Nein wäre ein Sieg der Isolationisten und der SVP.
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Was bedeutet schweizerische Neutralität heute?
Rede von Ursula Wyss
in Frutigen am 30. Januar 2007.
Vielen Dank für Ihre Einladung! Ich bin sehr gerne zu Ihnen nach Frutigen gekommen. Ich freue mich darüber, dass Sie sich mit einem so grundsätzlichen Thema wie der Neutralität auseinandersetzen. Das ist aus verschiedenen Gründen spannend: Erstens erlaubt es einen Blick über das tagespolitische Geschäft hinaus, zweitens können wir anhand verschiedener aktueller Debatten die unterschiedlichen Positionen der politischen Lager ausloten und drittens definieren, was wir selber unter einer zeitgemässen Neutralität verstehen.
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Europabericht
Reaktion von Ursula Wyss
auf den Europabericht, 3. Oktober 2006.
Der Bundesrat will mit dem vorliegenden Europabericht den Weg
ausfindig machen, auf dem die Interessen der Schweiz am besten
gefördert werden. Doch dort, wo der Bericht endlich spannend würde
und zu einer politischen Würdigung und den entsprechenden
Schlussfolgerungen kommen müsste – dort ist er plötzlich und
unvermittelt zu Ende und lässt gerade die dringlichsten und
wichtigsten Fragen offen! Mehr...
10 wichtige Gründe für ein JA zur Erweiterung der Personenfreizügigkeit am 25. September 2005
- Die Erweiterung der EU ist Tatsache. Die Schweiz soll von dieser Entwicklung ebenfalls profitieren können.
- Die Erweiterung der Personenfreizügigkeit ist ein Öffnungsschritt Richtung Europa.
- Ein Ja am 25. September sichert das gesamte Paket der Bilateralen I.
- Es profitieren die Schweizer Studierenden, für die sich ein gleichwertiges Bildungsangebot massiv vergrössert.
- Es profitieren die Schweizer Arbeitnehmenden, die erleichtert im ganzen EU-Raum arbeiten können.
- Die Erweiterung der Personenfreizügigkeit schafft Arbeitsplätze in der Schweiz.
- Der Arbeitnehmerschutz ist dank den flankierenden Massnahmen gewährt. Die Personenfreizügigkeit gibt’s nur zu Schweizer Arbeitsbedingungen.
- Die Übergangsbestimmungen legen bis 2011 Kontingente fest.
- Die Auswertung der ersten Erfahrungen mit der Personenfreizügigkeit mit den EU-15-Staaten hat ergeben, dass keine massive Zuwanderung stattfindet.
- Ein Nein am 25. September wäre ein Sieg der Isolationisten und der SVP.
Details...
Beitrag Ursula Wyss im elektronischen Pressedienst der SP Schweiz
vom 9. Januar 2005 zur Diskussion zur Schweizer Entwicklungszusammenarbeit:
Private Spenden sind unerlässlich. In der Schweiz haben sie
die Marke von 100 Millionen Franken überschritten. Diese beeindruckende
Solidaritätsbekundung mit den Opfern des Seebebens verdient
grosse Anerkennung. Dem Bundesrat soll sie Vorbild und Ansporn sein,
die Soforthilfe bruchlos mit einer nachhaltigen Politik der Entwicklungszusammenarbeit
zu verbinden. Eine mittel- und langfristig angelegte Strukturhilfe
ist für die Armutsbekämpfung in den am schlimmsten betroffenen
Regionen unerlässlich. mehr...
Rede von Ursula Wyss am Parteitag der SP Schweiz in Brig/Naters
vom 23. und 24. Oktober 2004: Mit dem Beitritt der zehn neuen Staaten
zur EU am 1. Mai haben sich die negativen Aspekte unseres Abseitsstehens
in Europa noch einmal verstärkt. Es ist noch einsamer geworden
um uns, wir sind noch deutlicher auf uns zurückgeworfen. Die
Bilanz dieses Abseitsstehens ist heute so offensichtlich wie ernüchternd.
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Ursula Wyss zur Abstimmung vom 26. September 2004 über die
beiden Einbürgerungsvorlagen: Immer noch ist die weit verbreitete
Vorstellung über junge Ausländer/innen der zweiten und
dritten Generation von vielen Vorurteilen und Unkenntnis geprägt.
Die Gegner erleichterter Einbürgerungen schüren weitere
Missgunst mittels Plakaten, die weder Köpfe noch Personen zeigen.
Abgeschnittene Hände greifen nach Schweizer Pässen! Würden
wir die Menschen dieser „gierigen“ Händen zeigen,
hätten sie Namen wie Roger Federer, Martina Hingis, Endo Anaconda
(Stiller Has), Blick-Chefredaktor Werner De Schepper, Johannes Matyassy,
Nelly Wenger, Murat Yakin, Jörg Stiehl oder Nicolas Hayek.
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Ursula Wyss' Kolummne im Bieler Tagblatt vom Mai 2004 zum Abschluss
der bilateralen Verhandlungen II: Auch wenn der Bilateralismus ein
Umweg nach Europa ist, muss anerkannt werden, dass das erzielte
Verhandlungsergebnis beachtlich ausgefallen ist. Obschon Wirtschaftskreise
und rechtsbürgerliche Parteien lange dagegen waren, die Bilateralen
II als Ganzes zu behandeln, hat die Strategie des Parallelismus
zum Erfolg geführt. mehr...
Warum ein Krieg im Irak nicht zu rechtfertigen
ist
Ursula Wyss Statement vom 18. Februar 2003 zur Irak-Krise: George
Bush und Tony Blair wollen endlich zuschlagen. Sie versuchen der
Weltöffentlichkeit und dem Weltsicherheitsrat weis zu machen,
Saddam Hussein sei eine Gefahr für die USA und für die
ganze Welt. Nachdem sie Bin Ladin in Afghanistan nicht zu fassen
bekamen, ist es Ihnen irgendwie gelungen, Saddam als den neuen
Weltterrorismusverantwortlichen, als das neue Gesicht des Bösen
an dessen Stelle zu setzen. mehr...
Die Krise der europäischen
Linken und die Wahlerfolge der Rechten - oder: Nur wer sich empört,
wird gehört.
Ursula Wyss' Artikel im "Sonntag" vom 26. Mai 2002: Es
gibt das politische Europa: jedenfalls der (Wahl-)Trend jenseits
trennender Grenzen in Europa ist unverkennbar. Und der europäische
Trend ist längst kein Genosse mehr. Sein Herz schlägt
erbarmungslos rechts. Alle Abstufungen sind vertreten: vom Neofaschismus
in Italien zu den Volksverhetzern und Fremdenhassern in Österreich
und Frankreich, von den strammen Law-andorder-Vertretern in
München und Hamburg (Richter Gnadenlos) bis zu
den halbseidenen Medienpopulisten vom Schlage eines Pim Forteyn
in den Niederlanden und den Ressentimentpolitikern in der Schweiz.
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Ein Pyrrhussieg?
Kolumne im Metropol vom 14. November 2001 zum Krieg in Afghanistan:
Stellt sich der Sieg der Nordallianz - und somit das amerikanische
Bombardement - in Afghanistan als Pyrrhussieg heraus? Es bleiben
maximal noch 3 Wochen, dann beginnt der Winter, der die Bevölkerung
millionenfach mit Hunger- und Kältetod bedroht. Niemand weit
und breit ist politisch und humanitär auf den Sieg
- oder besser: auf den Nachkrieg - vorbereitet. Strassen, Brücken,
Zugänge für Hilfskonvois gibt es nicht. mehr...
Zukunftsprojekte für
eine UNO mit der Schweiz
Votum von Nationalrätin Ursula Wyss anlässlich der Jubiläumstagung
der Ärzte für soziale Verantwortung vom 2. November 2001
- es gilt das gesprochene Wort: Zwei Monate voller Schrecken liegen
hinter uns: die Terroranschläge in New York und Washington,
der Krieg in Afghanistan, aber auch das Attentat in Zug, das Swissair-Grounding,
der Brand im Gotthard-Tunnel. - Ist es wirklich der richtige Augenblick,
innezuhalten und Visionen für eine Welt von morgen, für
eine Schweiz in der Welt von morgen zu entwickeln? Ich glaube Ja.
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Ja zur UNO-Initiative
Votum vom 19. September 2001 im Nationalrat zur UNO-Initiative
- Es gilt das gesprochene Wort: Wir haben es immer wieder gehört
in den vielen Voten: vieles ist nach dem 11. September nicht mehr,
wie es war. Das Zusammenrücken und Zusammenstehen der Völker
ist noch unausweichlicher geworden. Ob uns dies gefällt oder
nicht alles, was wir in dieser Debatte sagten oder ungesagt
liessen, bekommt von hier sein neues Gewicht. Und auch dies sollte
uns allen klar sein: Kein Verständnis, keine Toleranz wird
es geben für eine kleinlich und kleinmütig sich verhaltende
Schweiz! mehr...
Die Sprache des
Terrors
Was hat Henning Mankells Literatur-Krimi Die fünfte
Frau mit dem Flugzeugattentaten vom 11. September in Washington
und New York zu tun? In Mankells reflexivem Kriminalmenetekel ereignet
sich eine Serie von demonstrativ grausam inszenierten Mordanschlägen
auf ganz normale, gut beleumundete Biederbürger, die es beim
Gedichteschreiben erwischt, beim Orchideenzüchten und bei der
nächtlichen Beobachtung des Vogelflugs. Die Ermittler sind
ratlos; die Nachforschungen kommen erst vom Fleck, als Kommissar
Wallander sich ganz darauf konzentriert, die Sprache
des Täters zu verstehen: darauf, was er mitteilen will und
darauf, was er, gewollt oder ungewollt, mitteilt. mehr...
Militärgesetz:
Nicht der Grundsatzentscheid über Auslandeinsätze steht
zur Diskussion
Votum anlässlich der Delegiertenversammlung der SP Schweiz
vom 31. März 2001 in Neuenburg - Es gilt das gesprochene Wort
- Die Diskussion zur Abstimmung am 10. Juni könnte leicht den
Eindruck erwecken, wir hätten über die Abschaffung der
Schweizer Armee, über die Friedenspolitik der Nato, der UNO,
der EU oder der USA abstimmen; oder gar über Krieg oder Frieden
auf Erden. Nun, dem ist leider nein, zum Glück natürlich!
nicht so. mehr...
Die
Schweiz in Europa - Jahresversammlung der JUSO Schweiz, 4. Februar
2001
"Wollen Sie die Schweiz nach über 700 Jahren erfolgreichem
Kampf für Freiheit und Unabhängigkeit auf ewig dem EU-Zentralismus
und den EU-Richtern unterwerfen?" fragte die rechtsnationale
AUNS vor kurzem die Befürworter der Initiative "Ja zu
Europa". Eine saudumme Frage kann man sagen, aber sie richtet
unseren Blick auf die Schweizer Tradition, die nämlich genau
auf dieser Strategie beruht, sich mit anderen mehr...
Isolationismus oder souveräne
Demokratie
11. Januar 2001, Ursula Wyss / In der Europafrage entscheiden wir
über unsere Zukunft vor allem also auch über die
Zukunft der jungen Generation. Diese Generation ist in einem Europa
aufgewachsen, in dem starre nationale Grenzen nicht mehr der Realität
entsprechen. Die Jugend von heute ist in einem Europa aufgewachsen,
in dem Sozialisation nicht mehr einfach.. mehr...
Unsere Zukunft
in Europa - vor allem die Zukunft der jungen Generation.
Ursula Wyss' Votum anlässlich der Nationalratsdebatte vom
7. Juni 2000 zur Initiative "Ja zu Europa" bzw. zu den
verschiedenen Gegenvorschlägen. mehr...
Bilaterale Verträge: Wichtig
aber nicht ausreichend für die Jugend!
29. April 2000 / Die bilateralen Verträge, über die das
Schweizer Volk am 21. Mai 2000 abstimmt, sind für die Jugend
von grosser Wichtigkeit. Doch um es gleich vorwegzunehmen
sie reichen nicht aus. mehr...
Globalisierung politisch gestalten!
2. Februar 2000 / In Wirklichkeit ist Globalisierung nichts anderes
als die Chiffre für die Ohnmacht der Politik: Wirtschaft und
Politik halten im machtpolitischen Diskurs keinen Gleichschritt
mehr. mehr...
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